Beim ersten Termin sitzt man meistens auf der falschen Seite: Man lässt sich etwas erklären und nickt. Dabei ist das Beratungsgespräch der Moment, in dem du prüfst, ob du hier richtig bist – nicht umgekehrt.
Sieben Fragen genügen. Die Antworten sagen dir mehr als jede Bewertung im Netz.
1. Mit welchem Gerät arbeiten Sie – Pikosekunde oder Nanosekunde?
Die wichtigste Frage überhaupt, weil sie über die Anzahl deiner Sitzungen entscheidet. Ein seriöses Studio nennt dir Hersteller und Modell ohne Zögern. Wer ausweicht («ein Hochleistungsgerät», «modernste Technik»), hat die Frage damit beantwortet.
2. Mit wie vielen Sitzungen rechnen Sie bei meinem Motiv?
Eine ehrliche Antwort ist eine Spanne, keine Zahl – vorher hat niemand gesehen, wie deine Haut reagiert. Wer dir eine Garantie gibt («in vier Sitzungen weg»), verspricht etwas, das er nicht wissen kann.
3. Was passiert, wenn es mehr Sitzungen werden?
Frag das, bevor du anfängst, nicht bei Sitzung sieben. Es geht nicht um ein Entgegenkommen, sondern darum, ob transparent gerechnet wird und du weisst, worauf du dich einlässt.
4. Gibt es an meinem Motiv etwas Besonderes?
Damit prüfst du, ob wirklich hingeschaut wurde. Relevante Punkte wären: weisse oder hautfarbene Anteile (können unter dem Laser dunkler werden), ein Cover-up (doppelt so viel Pigment), sichtbares Narbengewebe, oder eine Körperstelle mit langsamem Abtransport wie Hand, Fuss oder Knöchel.
Wer keinen dieser Punkte anspricht, obwohl einer davon zutrifft, hat das Motiv nicht ernsthaft angesehen.
5. Wie läuft die Nachsorge, und was ist normal?
Du solltest hören: Rötung, Schwellung, eventuell Blasen und Krusten sind normal; nicht kratzen, nichts aufstechen; keine Sauna und kein Schwimmbad bis die Haut geschlossen ist; und wochenlanger Sonnenschutz auf dem Areal. Wer das herunterspielt, spart am falschen Ende.
6. Wer behandelt mich, und welche Ausbildung hat diese Person?
Eine legitime Frage. Es geht um einen medizinisch relevanten Eingriff an deiner Haut, nicht um einen Haarschnitt.
7. Was raten Sie mir, wenn ich ohnehin ein Cover-up plane?
Ein guter Test für die Ehrlichkeit. Die richtige Antwort lautet: Dann brauchst du deutlich weniger Sitzungen – es geht nur ums Aufhellen. Wer dir stattdessen die vollständige Entfernung verkauft, obwohl ein neues Motiv darüber soll, verkauft dir Sitzungen, die du nicht brauchst.
Was du selbst mitbringen solltest
- Ein gutes Foto des Motivs bei Tageslicht, mit Grössenangabe.
- Die Information, wann und von wem es gestochen wurde.
- Ob schon einmal daran behandelt wurde – auch Selbstversuche.
- Medikamente, Hauterkrankungen, Neigung zu wulstigen Narben.
Je vollständiger diese Angaben, desto belastbarer ist die Einschätzung, die du bekommst. Schick uns gern vorab ein Foto mit Grössenangabe – die Ersteinschätzung ist kostenlos und unverbindlich.
Unsicher, was das bei dir bedeutet?
Schick mir ein Foto deines Tattoos mit Grössenangabe — du bekommst eine konkrete Einschätzung zu Kosten und Anzahl der Sitzungen. Kostenlos und unverbindlich.