Viele Tattoos, die bei uns zur Entfernung kommen, stammen nicht aus einem Studio. Manche wurden mit 16 im Jugendzimmer gestochen, andere in der WG mit Nadel und Tusche. Wieder andere hat ein Kollege mit einer Maschine aus dem Internet gemacht. Heute sind es ein paar schiefe Buchstaben am Finger, drei Punkte an der Hand oder ein Stern am Knöchel, der eher wie ein Fleck aussieht.
Wenn du so ein Tattoo loswerden willst, fragst du dich wahrscheinlich, ob das überhaupt geht und ob es schwieriger ist als bei einem Profi-Tattoo. Die ehrliche Antwort: Oft geht es sogar recht gut. Es gibt aber ein paar Besonderheiten, die du kennen solltest, bevor du startest.
Tattoo lasern lassen von Schaffhausen aus: Warum Amateur-Tattoos anders sind
Ob du aus Schaffhausen, Neuhausen am Rheinfall, Thayngen oder dem Klettgau kommst: Bei einem selbst gestochenen Tattoo geht es meist um ein kleines Motiv, aber du hast viele offene Fragen. Behandelt wird im Studio in Kreuzlingen, rund 45 Minuten von Schaffhausen entfernt. Du fährst diesen Weg für jede Sitzung. Deshalb lohnt es sich, vorher realistisch einzuschätzen, was du bei deinem Tattoo erwarten kannst.
Amateur-Tattoos unterscheiden sich von Studio-Arbeiten vor allem in drei Punkten:
- wie tief die Farbe in der Haut sitzt
- wie viel Farbe in der Haut ist
- welche Farbe verwendet wurde
Genau diese drei Punkte entscheiden, wie gut der Laser wirkt.
Woran du ein Amateur-Tattoo erkennst
Unregelmässige Stichtiefe
Ein Tätowierer im Studio arbeitet mit einer eingestellten Maschine und hat viel Übung. Die Farbe landet deshalb ziemlich gleichmässig in der Lederhaut (Dermis). Bei Handarbeit oder ungeübten Händen ist das anders: Manche Stellen sind kaum gestochen, andere viel zu tief. Das siehst du oft an den Linien. Sie sind an einer Stelle dünn und blass, an einer anderen ausgefranst oder verlaufen.
Weniger Tinte
Bei Stick-and-Poke-Tattoos und vielen selbst gemachten Motiven kommt insgesamt viel weniger Farbe in die Haut als bei einem dicht gestochenen Studio-Tattoo. Für die Entfernung ist das grundsätzlich ein Vorteil.
Unbekannte Farbe
Studios verwenden Farben, die extra fürs Tätowieren hergestellt werden. Bei Amateur-Tattoos weiss oft niemand mehr genau, was benutzt wurde. Das kann Tusche sein, Zeichentinte, eine Kugelschreibermine oder eine Farbe ohne Etikett aus dem Online-Shop. Meist ist es Schwarz oder ein Blauschwarz, manchmal aber auch etwas ganz anderes.
Warum der Laser bei Amateur-Tattoos oft gut vorankommt
Der PicoSure-Laser arbeitet mit einer Wellenlänge von 755 Nanometern und extrem kurzen Pulsen im Pikosekunden-Bereich. Ältere Q-Switch-Laser arbeiten mit Pulsen im Nanosekunden-Bereich, die deutlich länger sind. Die kurzen Pulse erzeugen in den Farbpartikeln einen starken Druckimpuls, der sie in sehr kleine Stücke zerlegt. Dein Körper transportiert diese Stücke danach über das Lymphsystem ab. Das braucht Zeit. Deshalb liegen zwischen den Sitzungen rund sechs Wochen.
Bei Amateur-Tattoos spielt das oft zu deinen Gunsten:
- Wenig Farbe: Wo wenig Farbe in der Haut ist, muss dein Körper auch weniger abtransportieren.
- Dunkle Töne: Schwarz und Blau lösen sich am schnellsten. Die meisten Amateur-Tattoos sind genau in diesen Farben gestochen.
- Oft schon alt: Viele dieser Tattoos sind zehn, zwanzig oder mehr Jahre alt. Einen Teil der Farbe hat der Körper über die Jahre bereits abgebaut. Darum wirken die Linien oft blasser und verschwommen.
Das heisst nicht, dass ein Amateur-Tattoo nach einer Sitzung weg ist. Häufig braucht es aber eher wenige Sitzungen aus der üblichen Spanne von 3 bis 10. Garantieren kann das niemand, denn es hängt immer vom einzelnen Tattoo ab.
Wo es bei selbst gestochenen Tattoos schwieriger wird
Zu tief gestochene Stellen
Wo die Nadel sehr tief eingedrungen ist, sitzt auch die Farbe tief. Der Laser erreicht diese Partikel schlechter, und der Körper kann sie schlechter abtransportieren. Die Folge: Ein Teil des Motivs verblasst schnell, einzelne Punkte oder Linien bleiben hartnäckig. Das Tattoo verschwindet dann nicht gleichmässig, sondern eher fleckig. Das heisst nicht, dass etwas schiefläuft. Es liegt daran, wie das Tattoo damals gestochen wurde.
Narben vom Stechen
Wer mit zu viel Druck oder zu oft an der gleichen Stelle sticht, verletzt die Haut stärker als nötig. Bei Amateur-Tattoos sieht man deshalb manchmal schon vor der Behandlung erhabene Linien, eine leicht glänzende Haut oder kleine Dellen. Wichtig: Der Laser entfernt Farbe, aber keine bestehenden Narben. Wenn die Farbe weg ist, kann die Narbe weiter zu sehen sein, dann eben hautfarben statt schwarz.
Ein einfacher Test: Fahr mit dem Finger über dein Tattoo. Spürst du die Linien, kann es gut sein, dass man sie auch nach der Entfernung noch erkennt.
Farben, die sich anders verhalten
Weil die Tinte oft unbekannt ist, lässt sich nicht immer vorhersagen, wie sie auf den Laser reagiert. Bei schwarzer Tusche ist das selten ein Problem. Bunte Amateur-Tattoos, zum Beispiel mit Grün, Gelb oder hellen Tönen, brauchen oft deutlich mehr Geduld. Grün und Gelb benötigen ohnehin mehr Sitzungen als Schwarz und Blau. Manchmal ist es sinnvoll, zuerst eine kleine Stelle zu behandeln und zu schauen, wie die Farbe reagiert.
Stellen mit schlechterer Durchblutung
Viele Amateur-Tattoos sitzen an Fingern, Händen oder Knöcheln, also dort, wo man selbst gut hinkommt. Diese Stellen sind weiter vom Rumpf entfernt und schlechter durchblutet. Darum dauert der Abtransport der Farbreste dort meist länger als zum Beispiel am Oberarm. An den Fingern wird die Haut ausserdem durch Händewaschen und Greifen ständig beansprucht, was die Heilung etwas mühsamer macht.
Kosten und Planung ab Schaffhausen
Bei uns richtet sich der Preis nach der Grösse der behandelten Fläche. Ob das Tattoo von einem Profi oder einem Kollegen stammt, spielt keine Rolle. Pro Behandlung zahlst du:
- sehr kleine Tattoos, etwa einzelne Punkte oder ein Buchstabe: ab CHF 50
- 5×5 cm: CHF 200
- 10×10 cm: CHF 350
- 15×15 cm: CHF 550
Farbige Tattoos sind etwas teurer. Wurde über dein altes Amateur-Tattoo schon einmal ein Cover-up gestochen, kommt ein Zuschlag von CHF 59 dazu. Einen verbindlichen Preis für die erste Behandlung bekommst du über den Online-Preisrechner auf der Website. Die Erstberatung ist kostenlos.
Bei rund sechs Wochen Abstand zwischen den Sitzungen kommst du auf höchstens acht bis neun Termine pro Jahr. Mit Zug oder Auto bist du von Schaffhausen aus in etwa 45 Minuten im Studio. Bei kleinen Motiven ist die Behandlung selbst meist schnell vorbei. Es lohnt sich trotzdem, die Termine so zu legen, dass du danach nicht unter Zeitdruck stehst. Plane auch die Nachsorge ein: Die behandelte Stelle braucht ein paar Tage Schonung und konsequenten Sonnenschutz. Viele beginnen deshalb lieber im Herbst oder Winter als kurz vor der Badesaison am Rhein.
Für eine erste Einschätzung kannst du ein gut ausgeleuchtetes Foto per WhatsApp an +41 79 413 27 61 schicken oder das Anfrageformular auf der Website nutzen. Wie tief die Farbe sitzt und ob Narben vorhanden sind, lässt sich aber am besten direkt an der Haut beurteilen.
Ganz weg, aufhellen oder nur einen Teil entfernen?
Nicht jedes Amateur-Tattoo muss vollständig verschwinden. Je nachdem, was du vorhast, gibt es verschiedene Wege:
- Vollständig entfernen: Das ist das Ziel, wenn die Haut wieder frei sein soll, etwa an der Hand, die im Beruf jeder sieht. Hier brauchst du am meisten Geduld.
- Aufhellen für ein Cover-up: Wenn ein Tätowierer ein neues, gut geplantes Motiv darüber stechen soll, reichen oft wenige Sitzungen. Das alte Tattoo muss dafür nur so hell werden, dass es nicht mehr durchscheint. Das bespricht du am besten vorher mit deinem Tätowierer.
- Teilweise entfernen: Manchmal stört nur ein einzelner Buchstabe, eine misslungene Linie oder ein Name. Dann wird gezielt nur dieser Teil behandelt.
Gerade bei Amateur-Tattoos ist die zweite Variante beliebt. Viele möchten an derselben Stelle wieder ein Tattoo, diesmal aber sauber gestochen.
Fazit
Selbst gestochene Tattoos lassen sich mit dem PicoSure-Laser oft gut aufhellen und häufig weitgehend entfernen. Meist sitzt wenig, eher dunkle Farbe in der Haut, und das ist ein Vorteil. Gleichzeitig bringen Amateur-Tattoos eigene Schwierigkeiten mit: ungleichmässig tiefe Farbe, unbekannte Tinten und manchmal Narben vom Stechen, die der Laser nicht beseitigen kann. Darum ist eine vollständige Entfernung nie garantiert. Wenn du aus Schaffhausen oder Umgebung kommst, plane die Termine im Abstand von rund sechs Wochen und rechne mit der Anfahrt nach Kreuzlingen. Lass dein Tattoo in der kostenlosen Erstberatung ehrlich einschätzen. Dann weisst du, ob du es ganz entfernen, aufhellen oder nur teilweise behandeln lassen willst.
Mehr dazu: Tattooentfernung Schaffhausen · Preis sofort berechnen · Preise · PicoSure-Laser · Vorher-Nachher-Fotos
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